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Das Wort Winzerglühwein lässt sich unterteilen in Glühwein und Winzer. Beides sind feststehende Begriffe, die in diesem Artikel geklärt werden.

Glühwein

Der Begriff Glühwein darf im Ausschank und Verkauf nur verwendet werden, wenn es sich um einen reinen Glühwein handelt. Das heißt, dass dieser ausschließlich aus Rotwein oder Weißen besteht und hauptsächlich mit Gewürznelken und Zimt angesetzt wurde. Der Glühwein darf auch nicht gestreckt werden, beispielsweise mit Wasser oder Orangensaft. Außerdem muss im Glühwein ein Alkoholgehalt von mindestens 7 %vol und weniger als 14,5 %vol herrschen.

Eine Namenszugabe ist nur erlaubt, wenn der Glühwein wirklich aus der Region kommt. Das bedeutet, dass Glühwein aus Thüringen nicht einfach Nürnberger Glühwein genannt werden darf. Auch die Namensbezeichnung Deutscher Glühwein ist nur zulässig, wenn der Wein wirklich aus Deutschland stammt.

Ausgangsstoffe:



Zusätze



Süßung

Erlaubt zur Süßung des Glühweins sind:



Winzer

Ein Betrieb bei der Traubenernte mit Vollernter
Der Begriff Winzer ist nach dem §38 Abs. 1a Weinverordnung geschützt. Der Glühwein darf den Begriff Winzer nur tragen, wenn dieser aus Trauben gewonnen wurde, die aus den Rebflächen des kennzeichnenden Betriebs stammen und wenn die Herstellung des Glühweins auch im gekennzeichneten Betrieb erfolgte.


Und bis unten durchgehalten?

Ich hoffe ich konnte Ihnen den Begriff Winzerglühwein etwas näher bringen. Wie Sie sehen können Sie bei jedem Glühweinstand, wo das Schild Winzerglühwein hängt davon ausgehen, dass der Wein nicht gestreckt ist und dieser von einem Winzer stammt. Allerdings gibt der Begriff Winzerglühwein nichts Genaues über die Qualität des Glühweins preis. Wie immer zählt, welcher Wein, welche Gewürze und welche Aromen der Winzer verwendet hat.
Und jetzt viel Spaß beim Genießen einer heißen Tasse Winzerglühwein.